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Optomotorik > Wahrnehmung > Zählen > Studie

Studie zum Training der Simultanerfassung und RechnenLernen

Eine Gruppe von 21 rechenschwachen Schülern im Alter von 8 und 9 Jahren mit Entwicklungsrückständen in der Simultanerfassung wurde in eine Trainingsgruppe und eine Wartegruppe geteilt. Die erste Gruppe durfte das Training der Simultanerfassung durchlaufen, die andere musste warten. Beide besuchten weiterhin den Unterricht. Nach Beendigung des Trainings erhielten beide Gruppen weiteren Unterricht in ihrer Schule. Nach 8 Wochen wurde der Rechentest (DEMAT 2+), den sie gleich nach dem Training auch absolviert hatten, in einer 2. Version wiederholt. Das Ergebnis des Vor/Nach-Vergleichs ist in der Abbildung dargestellt.

Abbildung: Punktezuwachs der trainierten und der untrainierten Gruppe im Mathe-Test (DEMAT 2+)

Die Kinder, die trainiert hatten, konnten nach dem Training ihre Leistungen im Mathe-Test (in 7 von 10 Untertests des DEMAT 2+) durchschnittlich um 4 Punkte (von 36 möglichen) deutlich (p=0.001) steigern, während die anderen im Mittel sogar ein wenig schlechter als vorher abschnitten. Tatsächlich gehören die 7 Besten aus der Gesamtgruppe zur Trainingsgruppe und die 5 Schlechtesten zur Wartegruppe. In den übrigen Variablen gab es in beiden Gruppen keine Verbesserungen und keine signifikanten Unterschiede. Dies bedeutet auch, dass das Training den Lernprozess spezifisch begünstigt und nicht durch einen allgemeinen Placebo-Effekt alle Variablen verbessert werden.

Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem BlickLabor durchgeführt.


 © 2004-2006 Arbeitsgruppe Optomotorik der Universität Freiburg